Ernährungstipp

Chiasamen

01.10.2015

Superfood, veganes Ei oder Heilsamen der Maya wird er genannt und ist seit 2009 in der EU als neuartige Lebensmittelzutat (Novel Food) im Umlauf. Die Chiapflanze stammt ursprünglich aus Mexiko und ist ein Pseudogetreide. Einst galt dort der Chiasamen als kraftspendende Wundersaat.

Der Chiasamen besticht mit seinem Reichtum an Eiweiß, Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Ebenso liefert er bei einem Fettgehalt von ca. 30 % eine hochwertige Fettqualität. Der Chiasamen enthält über 50 % Omega-3-Fettsäuren in Form von alpha-Linolensäure. Diese liefern einen wertvollen Beitrag zu einer herzgesunden Ernährung. Desweiteren enthält die mittelamerikanische Ölsaat eine Vielzahl an Powerstoffen, wie Calcium, Eisen, Magnesium, Zink, B-Vitamine und vielen mehr.

Durch seine Glutenfreiheit findet er als Ballaststofflieferant Einsatz bei Zöliakie. Ein Esslöffel Chiasamen liefert rund 20 % der empfohlenen Ballaststoffzufuhr. Eine Erhöhung des Ballaststoffanteiles in der Ernährung unterstützt uns bei einer Gewichtsreduktion durch das gute Sättigungsgefühl, wirkt verdauungsfördernd bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr und hat einen positiven Effekt auf die Blutzuckerregulierung. Chiasamen weisen ein hohes antioxidatives Potenzial auf und schützen somit vor Zellschäden.

Chiasamen werden roh verzehrt, ganz oder gemahlen, und können durch ihr enormes Quellvermögen als Ei Ersatz in der veganen Küche zum Einsatz kommen (1 EL Chiasamen mit 3 EL Wasser, 10 Min. quellen - Ersatz für ein Ei). Eine tägliche Aufnahme von 15 g (1 EL) sollte jedoch laut Empfehlungen nicht überschritten werden.

Die Einsatzmöglichkeiten des Chiasamen sind vielfältig und reichen von Brot und Gebäck bis hin zum Aufpeppen von Müsli, Joghurt und Co.