Ernährungstipp

Weihnachtskekse mit Schokolade

04.12.2019

Weihnachten steht vor der Tür … und somit auch die Kekse!

Kekse gehören zur Weihnachtszeit genauso wie der Punsch, der Adventkranz, das Christkind und der Weihnachtsbaum. Der Genuss braucht also auch zu Weihnachten nicht zu kurz kommen. Im Prinzip gilt auch hier: Die Menge macht das „Gift“!

Haben Sie das Keksebacken schon begonnen? Fragen Sie sich auch öfter welche Schokolade Sie am besten zum Kekse verzieren nehmen sollen? Wir erklären hier den Unterschied zwischen Schokolade, Kuvertüre und Glasur. Es ist nicht alles Schokolade was braun ist.

Wer mit herkömmlicher Schokolade schon mal probiert hat, eine feste Glasur zu erhalten, wird bemerkt haben, dass das nicht so einwandfrei funktioniert und meist auch nicht so fest und glänzend wird wie gewünscht. Das Geheimnis hinter einem festen, glänzenden Schokoladenüberzug liegt am Fettgehalt.

Schokolade: Herkömmliche Schokolade enthält im Gegensatz zu Kuvertüre einen geringeren Anteil an Kakaobutter (18 %) und härtet daher weniger gut aus. Wird Schokolade als Kuchenüberzug verwendet, ist beim Schmelzen meist die Zugabe von härtendem Fett nötig, um beim Erkalten eine gewisse Festigkeit des Schokoladenüberzugs zu erreichen.

Kuvertüre: Kuvertüre enthält einen höheren Kakaobutteranteil (31 %).  Dadurch schmilzt sie erstens besser und härtet im Endeffekt auch besser aus – ganz ohne Zugabe anderer Zutaten. Diese ist in verschiedenen Sorten erhältlich. Wir empfehlen die Zartbitter-Variante.  

Kuchenglasur: Kuchenglasur mit Kakao- oder Vollmilchgeschmack hat im Grunde mit Schokolade nicht mehr viel zu tun. Liest man die Verpackung genauer, kommt die Bezeichnung „Kakaohaltige Fettglasur“ zum Vorschein. Dahinter verbirgt sich Palmfett und Zucker mit einem Anteil an Kakaopulver und evtl. auch Milchpulver. Diese Glasuren gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die Grundzutaten sind Fett und Zucker und dadurch härtet und glänzt der Überzug auch besonders gut. Aufgrund des enthaltenen minderwertigeren Fettes ist die Kuchenglasur zwar preisgünstiger, aber qualitativ weniger empfehlenswert.  

Wer also auf etwas bessere Qualität setzt, entscheidet sich für Schokolade oder Kuvertüre. Diese müssen auf der Verpackung als solches deklariert sein. Beide Begriffe unterliegen gesetzlichen Regelungen bezüglich der Zutaten. Palmfett ist bei beiden nicht enthalten.

Der „Schokoladen“vergleich generell

Sorte

Energie (kcal)

Eiweiß (g)

Fett (g)1

Zucker (g)

Milch­schokolade

535

8

30

52

Zartbitter (50%2)

500

7

30

45

Dunkle Schokolade (99%)

567

13,2

49

2

Zartbitter­kuvertüre (60%)

568

5,2

40

40

Vollmilch Kuvertüre

560

7,2

35

50

Kuchenglasur Kakao

614

5,6

46

41

 

   1Fett gesamt (≠ Kakaobutteranteil)

   2Kakaoanteil prozentuell

Magdalena Hohl, Diätologin

Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs

www.herz-kreislauf.at/