Gesundheitstipp

Rehabilitation, Gesundheitsvorsorge und Kur in Zeiten von Corona – ein Widerspruch?

30.11.2020

Es ist ein Faktum, dass bei Bestehen von psychischen Erkrankungen die Rehabilitation schon immer eine wichtige Behandlungsergänzung war aber gerade in der Pandemiezeit, in der psychische Belastungen durch Arbeitsplatzsorgen, existenzielle Sorgen und privaten Problemen stark zunehmen, ist es wichtig professionelle Hilfe in der Rehabilitation in Anspruch zu nehmen. Auch die Gesundheitsvorsorge Aktiv und die Kur waren fixer Bestandteil des ‚Gesundheits‘-lebens und sollten weiter zur Festigung der Gesundheit – hinsichtlich Stärkung der mentalen Gesundheit - in Anspruch genommen werden.

Durch die Pandemie ist die Inanspruchnahme von Rehabilitation und Gesundheitsvorsorge Aktiv etwas ins Stocken geraten. Da die Rehabilitation aber notwendig ist, um die Menschen wieder an die Teilhabe am privaten und beruflichen Leben heranzuführen, aber auch die Lebensqualität im gewünschten Ausmaß wieder zu erlangen, bin ich heute – mehr denn je –, der Ansicht, dass relevante Akutmaßnahmen mit der daran anknüpfenden Rehabilitation zum gewünschten Gesamterfolg führen kann. Ebenso, wie durch die Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge Aktiv dem Wunsch nach ‚gesünder alt werden‘ wieder zum Durchbruch verholfen werden kann.

Bedenken über die Sicherheit bei einem Kur-, Gesundheitsvorsorge Aktiv- oder Rehabilitations-Aufenthalt können wir ausräumen. Wir haben als eine der systemrelevanten Einrichtungen des Gesundheitswesens ein sehr strenges Sicherheitskonzept, das unter anderem folgende Maßnahmen beinhaltet:

  • PCR-Testungen bei allen Patientinnen und Patienten bei der Aufnahme mit Isolierung bis zum Vorliegen des Testergebnisses
  • Tragen von Mund-Nasen-Schutz im gesamten Bereich der Gesundheitseinrichtung sowohl durch die Patienten als auch durch die Mitarbeiter
  • regelmäßige Flächen- und Händedesinfektionen
  • Sicherheitsabstände in der Therapie (dadurch weniger Patienten in den Gruppeneinheiten)
  • Leitsysteme, die in allen öffentlichen Bereichen das Abstandhalten ermöglichen kontrollierte und organisierte Besuche in speziell dafür vorgesehenen Besucherzonen
  • regelmäßige PCR-Testungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Das Betreten der Gesundheitseinrichtung durch hausfremde Personen ist verboten.

Durch die Summe dieser Maßnahmen ist ein Maximum an Sicherheit für unsere Patienten im Lebens.Resort Ottenschlag gewährleistet. Auch die Therapien werden nach den gewohnten Qualitätsstandards durchgeführt. Uns Ärzten ist sehr wichtig, dass gerade in diesen Zeiten die Wichtigkeit der Rehabilitation wahrgenommen wird, da es durch Versäumnisse im Bereich der Wiederherstellung zu Defiziten kommt, die später langfristig die Teilhabe am gewohnten Leben beeinträchtigen und auf jeden Fall zur Einschränkung der Lebensqualität führen werden.

Prim. Dr. Johannes Püspök
Ärztlicher Direktor Lebens.Resort Ottenschlag

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