Gesundheitstipp

Reha nach Bandscheibenvorfall

06.12.2021
Prim. Dr. Johannes Püspök, Ärztlicher Leiter im Moorheilbad Harbach, im Interview zum Thema "Reha nach Bandscheibenvorfall".

Ich hatte vor kurzem einen Bandscheibenvorfall – eine OP war bisher nicht notwendig. Ist eine orthopädische Rehabilitation für mich geeignet?

Prim. Dr. Püspök: Ja, eine orthopädische Reha soll nicht nur nach Operationen, Verletzungen oder Unfällen in Anspruch genommen werden, sondern auch bei starken Wirbelsäulenbeschwerden und Gelenksabnützungen ohne vorangegangene Operation. Ziel ist, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Sie sollen so rasch wie möglich deutlich weniger Beschwerden haben.

Welche Therapien beinhaltet das Rehabilitationsprogramm?

Prim. Dr. Püspök: Unser Team aus Fachärzten und Ärzten für Allgemeinmedizin erstellt im Rahmen der Erstuntersuchung ein Therapieprogramm für Sie. Einzelheilgymnastik und Unterwassergymnastik für den Muskelaufbau und die Verbesserung der Mobilität, spezielles Wirbelsäulentraining zur Stärkung der Rumpfmuskulatur, elektrophysikalische Behandlungen zur Schmerztherapie und zum Muskelaufbau. Kraft- und Sensomotoriktraining verbessern Beweglichkeit und Koordination, Herz-Kreislauftraining die Ausdauer und Fitness. Sturzprophylaxe und Rückenschule werden im Rahmen der Ergotherapie vermittelt. Massagen, Lymphdrainagen, Bäder und Packungen runden das Therapieprogramm ab. Zusätzlich unterstützen unsere Psychologen bei der Bewältigung psychischer Belastungen.

Wie kann ich einen Antrag stellen?

Prim. Dr. Püspök: Wenden Sie sich an Ihren Haus- oder Facharzt. Dieser begründet die medizinische Notwendigkeit für einen Aufenthalt und füllt den Antrag dafür aus (Rehabilitation für Bewegungs-/ Stützapparat). Es besteht die Möglichkeit, als gewünschte Vertragseinrichtung das „Moorheilbad Harbach“ anzugeben.

Prim. Dr. Johannes Püspök, Ärztlicher Leiter im Moorheilbad Harbach

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