Gesundheitstipp

Richtige Wundversorgung zu Hause

11.09.2019

Der Herbst steht vor der Tür. Ein guter Zeitpunkt die letzten warmen Sonnenstrahlen für sportliche Aktivitäten wie Radfahren, Wandern, Skateboarden oder auch für Ausflüge an den See, Grillen oder Picknicken zu nutzen. All diese abenteuerlichen Freizeitbeschäftigungen haben aber leider meistens eines gemeinsam: Typische kleinere Verletzungen wie Schürf- oder Schnittwunden lassen meist nicht lange auf sich warten.

Pflaster haben die meisten griffbereit, allerdings wird bei der Versorgung der Wunde oft auf das Wichtigste vergessen, nämlich auf die Wund-Desinfektion.
Tipp: Ein kleiner Desinfektionsspray (z.B. Octenisept) passt in jede Handtasche und in jeden Rucksack.

Bei Schürfwunden sind in der Regel nur die oberen Hautschichten verletzt. Diese Wundart blutet wenig und klafft nicht. Daher ist hier eine Wundheilung an der frischen Luft ohne speziellen Verband oder Pflaster angemessen.

Bei Schnittverletzungen sind meist auch tiefere Hautschichten verletzt. Dadurch blutet die Wunde zunächst etwas stärker. Bei Wunden, die klaffen, bei denen Hautschichten wie weggeklappt aussehen oder die von Tieren (z.B. Bisse) stammen, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, um eine Infektion zu vermeiden.

Ob aufgeschürftes Knie oder kleine Schnittverletzungen – die Bepanthen Wund- und Heilsalbe sowie die Betaisodona-Salbe unterstützt durch ihre Wirkstoffe die natürliche Wundheilung. Betaisodona wirkt zusätzlich keimabtötend.
Hierbei ist jedoch zu beachten, Octenisept und Betaisodona nicht gemeinsam zu verwenden, da Octenisept die Wirksamkeit von Betaisodona reduziert.

Das 1x1 der Wundversorgung

  • Gründliche Reinigung der Wunde mit Wasser, ggf. unter Verwendung eines sauberen Schwammes und einer Pinzette, um die Wunde von Staub und Schmutz zu befreien.
  • Ausführliche Desinfektion der gesamten Wunde mit Desinfektionsspray.
  • Bei oberflächlichen Schürfwunden: Auftragen heilungsfördernder Präperate, z.B. Bepanthen Wund- und Heilsalbe oder Betaisodona.
  • Bei tieferen Schürfwunden oder Schnittverletzungen: Nach der Reinigung mit einem Pflaster versorgen und anschließend jedenfalls einen Arzt aufsuchen.

Dieser Gesundheitstipp stammt von einer Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin aus dem Moorheilbad Harbach.

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