Mentaltipp

Vorsätze verwirklichen - vom Denken zum Handeln

27.12.2017

Der Jahreswechsel ist klassisch die Zeit, in der die meisten von uns Vorsätze fassen, oft im Bereich Gesundheit: Weniger und/oder bewusster essen, weniger oder gar nicht mehr rauchen, mehr Bewegung, Achtsamkeit... Die Liste ist lang und lässt sich beliebig erweitern.

Schon nach wenigen Wochen sind viele der guten Vorsätze gebrochen: Zu verlockend sind die Feiertagsschmankerl, das Wetter dient als Ausrede, nicht vor die Tür zu gehen und der wohl bekannte „Schweinehund“ lädt uns auf die Couch – da kann man doch nicht nein sagen!?

Wie können Sie also Ihre Vorsätze in die Tat umsetzen, was hilft dran zu bleiben, auch wenn es schwer fällt?

Wofür ist es gut?

Fragen Sie sich vor allem bei Vorsätzen, die Sie nicht zum ersten Mal fassen: Wozu? Also z. B. wozu wollen Sie abnehmen? Für sich selbst, weil es der Arzt empfohlen hat, für den Partner/die Partnerin,… Falls Sie keine befriedigende Antwort auf diese Frage finden, überdenken Sie den Vorsatz! Wer halbherzig an eine Sache herangeht, hat das Scheitern schon fast vorprogrammiert. Stecken Sie Ihre Energie in Vorsätze, hinter denen Sie wirklich stehen.

72 Stunden

Alles, was wir innerhalb von 72 Stunden in Angriff nehmen, hat eine über 90-prozentige Erfolgschance fortgeführt zu werden. Wer einmal die ersten 72 Stunden rauchfrei überstanden hat weiß, dass an dem Satz etwas dran ist. Erste Erfolgserlebnisse motivieren zusätzlich.

Zwischenziele stecken

Gerade mittel- bis langfristige Ziele sollten in mehrere Etappen aufgeteilt werden, so dass die Zwischenziele überschaubar sind. So vermeiden Sie die Gefahr aufzugeben, weil das Ziel in zu weiter Ferne zu sein scheint.

Gemeinsam statt allein

Erzählen Sie möglichst vielen Menschen von Ihrem Vorhaben. Das hat mehrere Vorteile: Einerseits finden Sie womöglich Mitstreiter, denn allein durch den Park zu joggen ist nicht jedermanns Sache, gemeinsam macht es oft mehr Spaß. Andererseits schaffen Sie so „Zeugen“ – psychologisch ein äußerst wirksamer Trick um dranzubleiben, denn niemand will sich blamieren, wenn die „Mitwisser“ nachfragen, wie es mit Fortschritten aussieht. Im Gegenteil, Sie können sich gemeinsam über die Fortschritte freuen und feiern, wenn Sie Ihr Ziel (oder eine Zwischenetappe) erreicht haben.

Belohnen Sie sich!

Wenn Sie Ihren Vorsatz in die Tat umgesetzt haben, vergessen Sie nicht, das zu feiern, sich dafür zu belohnen, dass Sie durchgehalten haben. Hier kommt wieder der erste Punkt zum Tragen: Wofür war es gut? Haben Sie z. B. besser schwimmen gelernt, damit Sie segeln gehen können, dann ist es jetzt Zeit für den Segeltörn.

Viel Erfolg!

Tipp von Mag. Daniela Piringer, Psychotherapeutin im Lebens.Resort Ottenschlag