Ernährungstipp

Hafer - ein außergewöhnliches Getreide

01.01.2016

Hafer (Avena sativa) gehört ebenso wie Weizen, Roggen oder Gerste zur Familie der echten Süßgräser (Poaceae). In Nord- und Mitteleuropa diente er fast zwei Jahrtausende, vor allem in Form von Brei oder Mus, als Ernährungsgrundlage. Hafer ist sehr widerstandsfähig und wächst auch an extremen Standorten. In Österreich wird er hauptsächlich im Waldviertel angebaut.

Hafer zeichnet sich durch seinen Gehalt an Stärke, Eiweiß, hochwertigem Pflanzenfett, an Mineralstoffen (Magnesium, Eisen, Kalium) und Vitaminen (B1) sowie gesundheitsfördernden Ballaststoffen aus. Der hohe Ballaststoffgehalt wirkt sich positiv auf die Verdauung, die Sättigung und den postprandialen Blutzuckeranstieg aus. Die im Hafer enthaltenen löslichen Ballaststoffe können die Blutfette senken.

Haferflocken können als Müsli mit Obst und Milchprodukten, als pikante Haferflockenlaibchen, als Zusatz bei selbstgemachtem Brot, in vollwertigen Obstkuchen oder selbstgemachten Müsliriegeln in die tägliche Ernährung integriert werden.

Instantflocken eignen sich gut für die Säuglingsernährung, aber auch als Bindemittel für Suppen, Soßen und Eintopfgerichte. Haferkleie enthält noch mehr Ballaststoffe und kann als Zutat für Müsli oder Joghurt verwendet werden.

Aus Haferkörnern kann durch aufkochen mit Wasser, Enzymzusatz, Filterung und Emulgierung mit Öl „Hafermilch“ hergestellt werden. Der Haferdrink ist cholesterinfrei und eignet sich, vor allem wenn er mit Calcium angereichert wird, als Milchersatz bei Kuhmilchallergie bzw. Laktoseintoleranz oder für die Vegane Ernährung.